Tierpräparate kaufen – worauf sollte man beim Kauf achten?

Tierpräparate kaufen – worauf sollte man beim Kauf achten?

Johannes Jander

Wer ein Tierpräparat, einen Schädel, ein Fell oder ein anderes Präparat tierischen Ursprungs kaufen möchte, sollte nicht ausschließlich auf das Aussehen und den Preis achten. Auch die Herkunft, die rechtliche Situation, die Qualität der Präparation, der Zustand des Präparats und die Transparenz des Anbieters spielen eine wichtige Rolle.

Gerade bei geschützten Tierarten können besondere Vorschriften für Besitz, Verkauf und Transport gelten. Ein seriöser Anbieter sollte deshalb nachvollziehbar erklären können, woher seine Präparate stammen, wie sie behandelt wurden und welche Unterlagen gegebenenfalls dazugehören.

Wir möchten Ihnen deshalb zeigen, worauf Sie beim Kauf eines Tierpräparats achten sollten und welche Punkte uns bei Hunti.Danti besonders wichtig sind.

1. Woher stammt das Tierpräparat?

Die Herkunft eines Tierpräparats ist einer der wichtigsten Punkte, auf die Käufer achten sollten.

Die allermeisten unserer Präparate stammen aus unserer näheren Umgebung in Niederbayern. Wir beziehen sie ausschließlich aus uns bekannten und nachvollziehbaren Quellen. Die Personen, von denen wir Tiere beziehungsweise tierische Teile erhalten, kennen wir persönlich und wissen, woher die Tiere stammen und wie sie beschafft wurden.

Für uns ist eine nachvollziehbare Herkunft ein wichtiger Bestandteil eines seriösen Umgangs mit Tierpräparaten. Wir möchten nicht einfach Präparate ankaufen, bei denen die Herkunft nicht nachvollziehbar ist.

Bei geschützten oder besonders geschützten Tierarten können zusätzliche artenschutzrechtliche Anforderungen gelten. Deshalb prüfen wir bei entsprechenden Präparaten, welche Nachweise für das jeweilige Exemplar erforderlich sind.

Bei unseren entsprechenden Präparaten, beispielsweise bei Nilkrokodil-Schädeln, liegen die erforderlichen artenschutzrechtlichen Unterlagen vor. Die für das jeweilige Exemplar vorgesehenen Nachweise beziehungsweise Kopien werden dem Käufer entsprechend mitgegeben.

2. Artenschutz und CITES – darf man jedes Tierpräparat kaufen?

Nein. Nicht jedes Tierpräparat darf ohne Weiteres gekauft, verkauft oder gehalten werden.

Bestimmte Tierarten unterliegen besonderen artenschutzrechtlichen Vorschriften. Dabei spielen unter anderem die Anhänge der europäischen Artenschutzverordnung und – insbesondere beim internationalen Handel – das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES eine Rolle.

Wichtig ist dabei: Nicht jedes geschützte Tierpräparat benötigt automatisch ein bestimmtes „CITES-Papier“. Welche Nachweise erforderlich sind, hängt unter anderem von der Tierart, ihrem Schutzstatus, der Herkunft des Exemplars und dem jeweiligen Vorgang ab.

Für bestimmte geschützte Exemplare gelten Besitz- und Vermarktungsverbote oder besondere Voraussetzungen für deren Vermarktung. Bei Exemplaren geschützter Arten kann außerdem ein Nachweis über den rechtmäßigen Erwerb erforderlich sein.

Deshalb sollte man bei einem geschützten Tierpräparat nicht einfach davon ausgehen, dass der Verkauf automatisch legal ist. Ein seriöser Anbieter sollte sich mit den für das jeweilige Präparat geltenden Vorschriften auseinandersetzen und die erforderlichen Nachweise vorlegen können.

Bei Hunti.Danti achten wir darauf, dass für unsere entsprechenden Präparate die erforderlichen artenschutzrechtlichen Unterlagen vorhanden sind und dem Käufer die vorgesehenen Dokumente beziehungsweise Kopien mitgegeben werden.

Fundstücke aus der Natur

Auch vermeintlich harmlose Fundstücke aus der Natur dürfen nicht automatisch mitgenommen werden.

Für Abwurfstangen gelten beispielsweise jagdrechtliche Vorschriften. In Bayern ist das Sammeln von Abwurfstangen ohne Erlaubnis des Revierinhabers verboten.

Auch bei Federn wildlebender Vogelarten können artenschutzrechtliche Vorschriften greifen. Europäische Vogelarten gehören grundsätzlich zu den besonders geschützten Arten; für besonders geschützte Tiere gelten unter anderem Besitz- und Vermarktungsverbote.

Wer solche Fundstücke findet, sollte sie deshalb nicht einfach mitnehmen, sondern zunächst klären, ob dies rechtlich zulässig ist.

Die genauen Regelungen rund um gefundene Tierkörper, Abwurfstangen, Federn und andere tierische Teile erklären wir ausführlicher in einem eigenen Blogbeitrag.

3. Wie wurde das Präparat behandelt?

Neben der Herkunft spielt natürlich auch die Qualität der Präparation eine entscheidende Rolle.

Ein hochwertiges Präparat sollte nicht nur äußerlich gut aussehen. Auch die fachgerechte Behandlung und die hygienischen Anforderungen spielen eine wichtige Rolle.

Bei Hunti.Danti legen wir großen Wert darauf, die einzelnen Arbeitsschritte unserer Präparate nachvollziehbar zu dokumentieren. Für jedes Präparat werden firmenintern entsprechende Unterlagen geführt.

Je nach Präparat können dabei beispielsweise folgende Arbeitsschritte dokumentiert werden:

  • Entfleischung beziehungsweise Vorbereitung
  • Auskochen
  • Entfettung
  • Bleichen beziehungsweise Aufhellen
  • Trocknung
  • weitere notwendige Behandlungsschritte

Dadurch können wir auch später nachvollziehen, wie ein bestimmtes Präparat behandelt wurde.

4. Hygiene und Quarantäne

Ein Punkt, der für Käufer häufig nicht sichtbar ist, ist die hygienische Behandlung eines Tierpräparats.

Als TNP-Betrieb unterliegen wir den für den Umgang mit tierischen Nebenprodukten geltenden veterinärrechtlichen Anforderungen. Tierische Nebenprodukte werden nach ihrem jeweiligen gesundheitlichen Risiko in die Kategorien 1, 2 und 3 eingeteilt.

Zu unserem betrieblichen Ablauf gehört außerdem eine vom zuständigen Veterinäramt vorgeschriebene Quarantäne. Die Präparate werden dafür einzeln verpackt und für einen festgelegten Zeitraum eingelagert.

Dadurch können mögliche biologische Risiken, Schädlinge oder andere Veränderungen erkannt und entsprechend berücksichtigt werden, bevor ein Präparat weitergegeben wird.

Für uns ist dieser Ablauf ein wichtiger Bestandteil unserer Hygiene- und Qualitätsstandards.

5. Bei Schädeln genau hinsehen

Gerade bei Schädeln lohnt sich ein genauer Blick auf die Produktbeschreibung und die Fotos.

Ein Schädel kann beispielsweise:

  • fehlende Zähne haben,
  • beschädigt sein,
  • Risse aufweisen,
  • ein beschädigtes oder fehlendes Nasenbein besitzen,
  • Einschusslöcher aufweisen
  • oder andere Beschädigungen zeigen.

Solche Eigenschaften sollten bei einem seriösen Angebot nicht verschwiegen werden.

Bei Hunti.Danti beschreiben wir deshalb den tatsächlichen Zustand unserer Präparate möglichst genau. Ist ein Schädel beispielsweise nicht vollständig, beschädigt oder fehlen einzelne Zähne, wird dies in der Produktbeschreibung angegeben.

Beschädigte Schädel werden, soweit es möglich und sinnvoll ist, mit ihren vorhandenen Originalteilen wiederhergestellt. So können beispielsweise beim Präparationsprozess abgefallene originale Nasenknochen wieder eingesetzt werden, anstatt sie entsorgen zu müssen.

Präparate mit entsprechenden Mängeln bieten wir außerdem als 2. Wahl an. So kann der Käufer bereits vor dem Kauf erkennen, dass es sich nicht um ein vollständig makelloses Exemplar handelt.

6. Der Preis sagt nicht alles über die Qualität aus

Beim Kauf eines Tierpräparats sollte man sich nicht ausschließlich am Preis orientieren.

Ein günstiger Preis kann durchaus ein gutes Angebot sein. Er kann aber ebenso bedeuten, dass sich das Präparat hinsichtlich Zustand, Vollständigkeit, Präparationsaufwand oder anderer Eigenschaften von einem teureren Angebot unterscheidet.

Umgekehrt bedeutet ein hoher Preis selbstverständlich nicht automatisch, dass ein Präparat hochwertig ist.

Bei der Preisgestaltung können beispielsweise folgende Faktoren eine Rolle spielen:

  • Tierart
  • Größe des Präparats
  • Zustand und Vollständigkeit
  • Präparationsaufwand
  • notwendige Behandlungsschritte
  • Herkunft und Beschaffung
  • besondere rechtliche Anforderungen
  • erforderliche Dokumentation

Deshalb sollten verschiedene Angebote nicht ausschließlich anhand des Preises miteinander verglichen werden.

7. Woran erkennt man einen seriösen Händler?

Ein seriöser Händler sollte transparent mit seinen Produkten umgehen und für Fragen erreichbar sein.

Ein wichtiger Anhaltspunkt kann sein, ob der Betrieb für seine jeweilige Tätigkeit im Bereich der tierischen Nebenprodukte entsprechend registriert beziehungsweise zugelassen ist und die dafür geltenden Anforderungen erfüllt.

Das ist nicht automatisch ein Qualitätszertifikat für die handwerkliche Arbeit. Es zeigt jedoch, dass der Betrieb den für seine Tätigkeit geltenden veterinärrechtlichen Anforderungen unterliegt.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat veröffentlicht eine Liste der nach den einschlägigen Vorschriften registrierten und zugelassenen Betriebe für tierische Nebenprodukte. Dort kann überprüft werden, ob ein entsprechender Betrieb registriert beziehungsweise zugelassen ist.

https://www.bmleh.de/DE/themen/tiere/tiergesundheit/tierische-nebenprodukte/tierische-nebenprodukte.html?utm_source=chatgpt.com

Darüber hinaus sollte ein seriöser Händler:

  • seine Produkte möglichst genau beschreiben,
  • bekannte Mängel offen angeben,
  • aussagekräftige Fotos bereitstellen,
  • bei geschützten Arten die erforderlichen Nachweise berücksichtigen
  • und für Fragen erreichbar sein.

Bei Hunti.Danti können Sie uns jederzeit kontaktieren. Über die Sprechblase unten rechts auf jeder Seite unseres Onlineshops können Sie uns direkt eine Nachricht schreiben. Alternativ erreichen Sie uns per E-Mail oder über Instagram.

Mehr darüber, welche Anforderungen an TNP-Betriebe und die Präparation gestellt werden, erklären wir in einem weiteren Blogbeitrag.

8. Welche Unterlagen bekommt man beim Kauf?

Auch die Dokumentation gehört für uns zu einem seriösen Verkauf.

Zu jeder Bestellung erhalten unsere Kunden eine Rechnung per E-Mail.

Zusätzlich wird unseren Bestellungen ein Handelspapier beigefügt. Darauf sind unter anderem unser zuständiges Veterinäramt, unsere Zulassungs- beziehungsweise Registrierungsnummer sowie Angaben zur Ware und deren Behandlung aufgeführt. Das von uns verwendete Handelspapier enthält außerdem eine Erklärung über die getroffenen Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Kontaminationen und Kreuzkontaminationen.

Die entsprechenden Unterlagen werden von uns außerdem für die vorgeschriebene Dokumentation und Nachverfolgbarkeit aufbewahrt.

Bei Präparaten, für die zusätzlich artenschutzrechtliche Nachweise erforderlich sind, werden die entsprechenden Unterlagen ebenfalls berücksichtigt und dem Käufer die vorgesehenen Dokumente beziehungsweise Kopien mitgegeben.

Gerade bei exotischen oder geschützten Tierarten sollte man deshalb vor dem Kauf darauf achten, dass der Verkäufer die rechtmäßige Herkunft des Präparats nachvollziehbar belegen kann.

Fazit: Nicht nur auf das Aussehen achten

Ein Tierpräparat ist mehr als ein dekorativer Gegenstand.

Wer einen Schädel, ein Fell oder ein anderes Tierpräparat kaufen möchte, sollte deshalb nicht nur auf das Aussehen achten. Herkunft, rechtliche Situation, Qualität der Präparation, hygienische Behandlung, Zustand und Transparenz des Verkäufers sind mindestens genauso wichtig.

Bei Hunti.Danti versuchen wir, diese Punkte miteinander zu verbinden: nachvollziehbare Bezugsquellen, sorgfältige Präparation, interne Dokumentation, veterinärrechtlich vorgeschriebene Abläufe und eine möglichst transparente Beschreibung unserer Produkte.

Denn aus unserer Sicht sollte man beim Kauf eines Tierpräparats nicht nur wissen, was man kauft, sondern auch möglichst nachvollziehen können, woher es stammt und wie es behandelt wurde.

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